Gran Turismo 7: Wieder Preiserhöhungen für legendäre Fahrzeuge

Bei Sony und Polyphony digital scheint man bei manchen Dingen etwas lernresistent zu sein. Anders ist es nicht zu erklären, dass man nach den kontroversen Anpassungen von Preisgeld-Ausschüttungen und Fahrzeug-Kosten im jüngsten Update 1.15 schon wieder an der Ingame-Ökonomie von Gran Turismo 7 (zum Test) herumgedoktert hat – und das selbstverständlich nicht zum Vorteil der Spieler.

Das demonstriert zumindest der Nutzer Eggstor im Forum von GT Planet, der die Preisentwicklung von einigen legendären Fahrzeugen unter die Lupe genommen und dabei festgestellt hat, dass man für viele Karossen plötzlich mehr Credits auf den Tisch legen muss als zuvor. Ein Großteil stammt dabei aus der so genannten Hagerty-Collection, womit sich die mitunter massiven Preissteigerungen schon von alleine erklären. Denn der Ingame-Wert dieser besonderen Modelle orientiert sich ausdrücklich an der Preisentwicklung in der Realität – und die kennt bei Sammlerstücken bekanntlich in der Regel nur einen Weg: nach oben!

Alles wird teurer

Als Folge dessen muss man aufgrund dieser dynamischen Preisanpassungen jetzt für knapp 30 Boliden mehr berappen als früher. So z.B. für den Ferrari F40, für den man ab sofort 2,6 Millionen Credits und damit fast das Doppelte vom bisherigen Kaufpreis von 1,35 Millionen Credits zahlen muss. Aber gut, die grassierende Inflation soll wohl auch im Spiel ihr hässliches Gesicht zeigen. Etwas günstiger zu haben sind nach dem Update dagegen lediglich zwei Flitzer.

Das alles wäre vielleicht halbwegs zu verschmerzen und könnte als nettes Gimmick durchgehen, wenn auch die Ausschüttung von Preisgeldern entsprechend angepasst würde, um den immer noch vorhandenen Grind weiter zu minimieren oder die versprochenen Features wie das Verkaufen eigener Autos endlich Einzug in die Rennsimulation halten würden, um mit den Erlösen den eigenen Kontostand etwas aufzupeppen. So bleibt leider weiterhin der unschöne Beigeschmack, dass Polyphony mit solchen Preiserhöhungen darauf abzielt, in erster Linie die Mikrotransaktionen in Form von Credit-Paketen als attraktive Alternative zum langwierigen Erspielen von Preisgeldern zu fördern – zumal sich ausgerechnet in der Hagerty-Collection einige der attraktivsten Wunsch-Modelle für die eigene Fahrzeug-Sammlung befinden.

2 Kommentare

  1. eispfogel

    Ach Mensch ist das Schade!
    Die haben da schon eine gute Basis, aber anstatt die gröbsten Fehler zu beseitigen, wird daran geschraubt, den Spielern möglichst viel Geld aus der Tasche zu ziehen.
    Das macht einfach keinen Spass mehr :/

    Lobby – wurde nicht gefixt! Man kann noch immer nichts abspeichern und da alles scheinbar über peer2peer läuft lagt es auch noch, je nach Mitspielern und es wird instabil….bei Sport funktioniert das noch!

    – Force Feedback – was soll das? Merke am DD Pro kaum noch das Fahrzeug. Das war vorher richtig gut, auch wenn es unterhalb der Clipping-Grenze war…jetzt muss man alles hochdrehen, um ein ähnliches Gefühl für die Fahrzeuge zu haben… am G29 ist aber alles ok.

    Ich habe erstmal keine Lust mehr auf GT7. So kann man ein Spiel eben auch kaputt machen :/

  2. Pille

    Inzwischen ist da ein regelrechter Krieg zwischen Herstellern und Spielern entbrannt. Auf Herstellerseite wird überlegt, wie man den Spieler gerade noch so maximal nerven und auspressen kann, ohne daß er wegrennt. So wie das Finanzamt das mit uns braven Bürgern macht. Keine schöne Situation. Viel schöner wäre es, wir würden alle am gleichen Strang ziehen und einfach nur unser Hobby lieben und gemeinsam die Spiele besser machen.

    Die Preiserhöhungen im Auktionshaus habe ich persönlich noch nicht mitbekommen, ich will da eh nur noch einen Ferrari für die Platin-Trophäe kaufen, und dann wird man mich da nie wiedersehen. Ganz so dramatisch sehe ich das jetzt nicht, denn es wurde ja für Gelegenheiten gesorgt, Geld zu verdienen. Wenn man die Streckenerfahrungen, die Missionen und die Weltstreckenrennen fährt, kommt da schon einiges zusammen, auch ohne Grind.

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